Alexander Schoch wird sich zur Stärkung des ländlichen Raums für Regiobusse zur Verbesserung des ÖPNV im Landkreis Emmendingen einsetzen

Das Land soll zu einer Pionierregion für nachhaltige Mobilität werden, so hat es die Landesregierung formuliert. Hierzu werden ab dem kommenden Haushalt sogenannte „Regiobusse“ gefördert, so der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch (GRÜNE). Diese könnten eine deutliche Verbesserung für den Öffentlichen Personennahverkehr im Landkreis Emmendingen bedeuten. Denn die Pläne des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann (GRÜNE) sehen vor, mit Regiobussen im Taktverkehr die Anbindung an das Schienennetz zu verbessern.

Gerade im Landkreis Emmendingen sieht Alexander Schoch einen Bedarf an solchen Regiobuslinien, die an den integralen Taktfahrplan der Schiene von 5-24 Uhr angeschlossen sind. Denkbar wären für Schoch, zum Beispiel folgende Regiobusse in unserem Landkreis, zum einen eine Linie die von Elzach über Biederbach nach Freiamt und weiter nach Kenzingen gehen würde. Eine andere Route wäre z. B. von Endingen über Rheinhausen nach Herbolzheim . Natürlich sind auch ganz andere Strecken denkbar. Dies sollte Aufgabe des Kreistages sein, dies zu entscheiden. Auf diese Weise würden viele Gemeinden, die nicht an der Rheintalbahn oder Breisgau S Bahn liegen an diese Verkehrsnetze besser angeschlossen werden. Es müsste nun geprüft werden, inwieweit im Landkreis Emmendingen solche Regiobusse eingesetzt werden könnten.

„Mit diesen Regiobussen würden die Gemeinden eine deutliche Verbesserung ihrer Infrastruktur erhalten“, so Schoch. Hierdurch könnten viele Gemeinden durch eine Anbindung an die Rheintalbahn, an der Elztalbahn oder die Kaiserstuhlbahn profitieren.

Das wäre ein deutlicher Gewinn für die Einwohner unserer Region. Die Regiobusse könnten hier eine wichtige Netzfunktion übernehmen und gerade den ländlichen Raum vor dem Hintergrund des demographischen Wandels deutlich attraktiver machen. Ein gutes Angebot im öffentlichen Nahverkehr sorgt einfach für mehr Lebensqualität vor Ort. Darüber hinaus werden die Gemeinden im ländlichen Raum auch für Familien und Arbeitnehmer sowie anreisende Gäste aus Nah und Fern interessanter, so der Abgeordnete.

Es ist jetzt notwendig, dass der Landkreis die Idee des Verkehrsministeriums aufnimmt. Damit die Pläne für solche Regiobuslinien aufgenommen werden, ist es nun jedoch wichtig, dass der Landkreis die Voraussetzungen prüft und mit dem Verkehrsministerium ins Gespräch kommt und die Anforderungen formuliert.

Hintergrundinfo:

Das Ministerium für Verkehr- und Infrastruktur möchte mit den Regiobussen, die Lücken bei der Schienenanbindung von Mittel- und Unterzentren im Land schließen. Die Busse sollen dabei den Anschluss an den integralen Taktfahrplan ermöglichen, was auch einen Stundentakt zwischen 5 Uhr bis 24 Uhr bedeuten würde. Die genaue Ausgestaltung und Linienführung ist dabei von den Verhandlungsergebnissen mit Landkreis- und Städtetag abhängig, da der Öffentliche Personennahverkehr in kommunaler Aufgabenträgerschaft liegt. Die grün-rote Landesregierung hat hierfür im Doppelhaushalt 2015/2016 aber bereits insgesamt 4,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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