v.l.r.: Freiburger Stadträtin und Sprecherin des Netzwerkes Inklusion Region Freiburg Anke Dallmann, Alexander Schoch MdL, Fraktionsvorsitzende Sandra Boser MdL, Fachbereichsleiterin für Kultur, Bildung und Soziales der Stadt Waldkirch Ilka Kern

Alexander Schoch lud zur Veranstaltungsreihe „Dialog Bildung“ in Waldkirch ein

v.l.r.: Freiburger Stadträtin und Sprecherin des Netzwerkes Inklusion Region Freiburg Anke Dallmann, Alexander Schoch MdL, Fraktionsvorsitzende Sandra Boser MdL, Fachbereichsleiterin für Kultur, Bildung und Soziales der Stadt Waldkirch Ilka Kern

v.l.r.: Freiburger Stadträtin und Sprecherin des Netzwerkes Inklusion Region Freiburg Anke Dallmann, Alexander Schoch MdL, Fraktionsvorsitzende Sandra Boser MdL, Fachbereichsleiterin für Kultur, Bildung und Soziales der Stadt Waldkirch Ilka Kern

Der Landtagsabgeordnete der Grünen Alexander Schoch lud im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dialog Bildung“ in das Mehrgenerationenhaus „Rote Haus“ nach Waldkirch ein. Viele Interessierten, wie Schulleitungen, Lehrer/innen und Eltern kamen zur Veranstaltung. Als Referenten stellten sich zur Diskussion, die bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Grüne und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sandra Boser MdL, die Freiburger Stadträtin und Sprecherin des Netzwerkes Inklusion Region Freiburg Anke Dallmann sowie die Fachbereichsleiterin für Kultur, Bildung und Soziales der Stadt Waldkirch Ilka Kern.
Sandra Boser referierte zunächst über das Bildungssystem, die Bildungslandschaft und dessen Herausforderungen in Baden-Württemberg. Der Vorsatz der Grün/Roten Landesregierung ist unteranderem mehr Bildungsgerechtigkeit. „Das Ziel ist nicht, dass jeder Schüler mit einem Abitur die Schule verlässt, sondern jeder die Chance darauf hat.“ sagte Sandra Boser. „Ein Schüler sollte nicht ein kategorisiert werden von welcher Schule er kommt, sondern von der individuellen Leistung.“, fügte Sie hinzu. Hierbei ging Sie auf die im Schuljahr 2012/2013 in Baden-Württemberg eingeführten Gemeinschaftsschulen ein. Als Gemeinschaftsschule wird ein struktureller Zusammenschluss von Schulen verstanden, in dem Kinder und Jugendliche vom 1. bis zum 10. Schuljahr gemeinsam unterrichtet werden. Sie sprach aber auch die Veränderungen durch die zurückgehenden Schülerzahlen an. Seit 20 Jahren gehen die Schülerzahlen jährlich 1-2 % runter. Ein jahrelanger Stillstand in der Bildungspolitik führen zu vielen neuen Umstrukturierungen und eine regionale Schulentwicklung ist mehr wie überfällig und genau das hat die Grün/Rote Landesregierung in Angriff genommen. Ilka Kern griff die Schulentwicklung auf und berichtete, dass Waldkirch die Entwicklungen stets im Blick hatte und eine Vorreiterrolle in dieser Hinsicht spielt. Sie erwähnte als gutes Beispiel die Gemeinschaftsschule Kastelbergschule und den Aufbau der Schulsozialarbeit. Frau Boser sowie Frau Kern betonten die Wichtigkeit der Inklusion zur Stärkung unserer vielfältigen Gesellschaft. Hierzu berichtete Frau Anke Dallmann, die selbst körperlich beeinträchtigt ist, sehr eindrucksvoll über Ihren Werdegang. Sie gab den Anwesenden drei Eckpunkte zur Durchführung zur Inklusion mit: Zum einen Offenheit und Bereitschaft, den Willen Inklusion auf den Weg zu bringen; unterbinden von deutschen Perfektionismus „einfach Dinge ausprobieren“ und zum anderen Ressourcen nutzen und ganzheitliche Ansätze eingliedern.
Viele anwesende Lehrer/innen berichteten über die tagtäglichen Belastungssituation aufgrund von Krankheitsausfällen und einem fehlenden Vertretungskonzept in der Schulverwaltung. Es müsste z. B. gewährleistet werden, dass im Krankheitsfall innerhalb einiger wenigen Tage eine Vertretung vorhanden ist oder man müsste die Schulen mit zusätzlichen Lehrern, sogenannten Springern, ausstatten um den Unterrichtsausfall deutlich zu reduzieren. Die Neueingeführten Weiterbildungsmaßnahmen sind zwar Willkommen, aber in der Praxis fehlt oft die Zeit. Ebenso kann eine individuelle Betreuung mit einem Teiler von 28 (28 Schüler und ein Lehrer) nicht gewährleistet werden. Die Mehrheit der Anwesenden sprach sich für kleinere Klassen aus, sowie bei inklusiver Beschulung, so nach dem sogenannten Waldkircher Modell, das 20 Schüler/innen vorsieht, wovon 5 Förderschüler sein können. Durch die Hohe Belastungssituation der Lehrer kommt es zu erhöhten Krankheitsvorkommen und so zu mehr Unterrichtsausfällen.
Alexander Schoch fasste zusammen, dass die bis jetzt geschaffenen Rahmenbedingungen in die richtige Richtung gehen, dass wir aber wir mit dem Umbau des Schulsystems eine Mammutaufgabe zu bewältigen haben und dies auch kontinuierlicher Verbesserungsprozess darstellt. Gerade auch die Inklusion so der Abgeordnete ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der wir uns stellen müssen, hier stehen Schule, Schulträger und Kommunal, Landes- und Bundespolitik in der Pflicht. Er hoffe, dass diese Veranstaltung einen Tag vor dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung und dem Startschuss der Landeskampagne als Aufbruch Signal wirken kann.PM Alexander Schoch lud zur Veranstaltungsreihe „Dialog Bildung“ in Waldkirch ein

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