Waldbesitzerversammlung 2014

Landtagsabgeordneter Alexander Schoch am 20. November als Redner bei der Veranstaltung Waldbesitzerversammlung 2014 in Elzach teil. Thema der Veranstaltung war „Privatwald –wie geht es weiter?“. Hintergrund ist das aktuelle Kartellverfahren gegen das Land Baden-Württemberg zum gebündelten Verkauf von Nadelrundholz. Das Kartellamt hat v.a. den freien Wettbewerb im Auge und fordert deshalb u.a. eine konsequente strukturelle Trennung der Holzvermarktung zwischen Staatswald einerseits und Körperschafts- und Privatwald andererseits, beginnend bei der Holzauszeichnung. Das Land Baden-Württemberg sieht hier drin einen Eingriff in die über Jahrzehnte gewachsene, bewährte und im Landeswaldgesetz verankerte Beratung und Betreuung aller Waldbesitzer im Rahmen des Einheitsforstamtes. Die Gefahr bestünde, dass der Wald nicht mehr als Einhalt gesehen wird, sondern nur noch im kleinen Rahmen gewirtschaftet wird. Somit könnte folgendes Modell zum Tragen kommen, das die Kommunalisierung der Körperschafts- und Privatwaldbetreuung bei gleichzeitiger Ausgliederung der Staatswaldbewirtschaftung in eine eigene Organisation vorsieht. Die Beratung und Betreuung der nichtstaatlichen Waldbesitzenden kann dabei nach wie vor durch die Landratsämter und Stadtkreise erfolgen. Für die betroffenen Kommunal- und Privatwaldbesitzenden ändert sich somit im praktischen Ablauf nicht viel und die gewohnten Kommunikationswege können beibehalten werden.
Die hoheitlichen Aufgaben könnten mit Ausnahme der forsttechnischen Betriebsleitung im Körperschaftswald für alle Waldbesitzarten als Landesaufgabe in der Zuständigkeit der allgemeinen Verwaltung auf allen drei Verwaltungsebenen bleiben.

Alexander Schoch referierte in seinem Vortrag über Gesellschaftspolitische Anforderungen an den Wald von morgen. Der Landtagsabgeordnete betonte die Wichtigkeit des Waldes. Der Wald hat eine Vielzahl an Funktionen in unserer Gesellschaft: Holzproduktion, Lebensraum, Schutz von Boden, Wasser und Luft, Naherholungsraum der Bürgerinnen und Bürger, Tourismus und CO2 –Speicherung. Jedoch steigen die Ansprüche an Wald und Forstwirtschaft in Deutschland zunehmend. In allen Bereichen -Nutzung, Schutz und Erholung- braucht es eine Gesamtabwägung. „Die Rahmenbedingungen der Waldbewirtschaftung sollten so gestaltet werden, dass die ökologischen und sozialen Funktionen des Waldes, damit verbundene Arbeitsplätze und Wertschöpfung auch in Zukunft gesichert und ausgebaut werden können.“, so Alexander Schoch.

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