„Eschentriebsterben gefährdet Wälder“ Schoch sieht mögliche Abhilfe in Förderung für Waldumbaumaßnahmen

Die Gemeinde Vörstetten und Vertreter des Forstamtes hatten den grünen Landtagsabgeordneten Alexander Schoch bei einem Ortstermin auf die Problematik des Eschentriebsterbens im heimischen Forst aufmerksam gemacht. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Landesministerium sieht Schoch Chancen einer Förderung für betroffene Forstbetriebe.

Heimische Eschen werden derzeit durch das Auftreten des „Falschen Weißen Stengelbecherchen“ massiv gefährdet. Der Pilz habe sich in 22 Ländern Nord-, Ost- und Mitteleuropas etabliert und sei auch im Landkreis Emmendingen mittlerweile flächendeckend in den Eschenbeständen anzutreffen, erklärt der Grünen-Abgeordnete Alexander Schoch. „Gerade in Gemeinden wie Vörstetten mit 40 Prozent Eschen am Baumanteil steht, der Wald sprichwörtlich vor einem Umbruch.“

Schoch stehe wegen des Eschentriebsterbens in engem Kontakt mit dem zuständigen Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Schoch: „Das Land hat die erheblichen ökonomischen Auswirkungen, die das Auftreten des Eschentriebsterbens in besonders eschenreichen Betrieben hat, erkannt.“ Da es derzeit aber kein geeignetes Mittel zur Bekämpfung des Schädlings gebe, sieht Schoch eine Chance in der Förderung von Waldumbaumaßnahmen, beispielsweise zu Stieleiche, Weiden- und Pappelarten.

Schoch: „In die Förderrichtlinie ‚Nachhaltige Waldwirtschaft‘ hat das Land auch in der neuen Förderperiode ab 2014 Waldumbaumaßnahmen zur Bewältigung überregionaler Kalamitäten aufgenommen. Diese Förderung erfolgt als Anteilsfinanzierung von bis zu 85 Prozent der Kosten,“ so Schoch. „Gerade die Kommunalwaldbetriebe mit einem hohen Eschenanteil wie in Vörstetten, können meiner Ansicht nach von dieser Förderung profitieren.“

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