Gleich fünf Jubiläen im Solar-Info-Center – Alexander Schoch gratuliert wichtigen Partnern der Energiewende in der Region

Gleich fünf Jubiläen wurden am Wochenende unter dem Das Solar Info Centers in Freiburg gefeiert. Die Energieagentur Freiburg und solares Bauen feierten ihr 15-jähriges, das Solar Info Centers selbst wurde 10 Jahre alt und endura kommunal und der Wirtschaftsverband 100 Prozent blicken auf die ersten fünf Jahre Tätigkeit zurück. Alexander Schoch gratuliert in seiner Funktion als energiepolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion allen Jubilaren ganz herzlich.


Grußwort Alexander Schoch

Sehr geehrte Jubilare, lieber Rainer Schüle,
lieber Peer Klabundt, lieber Martin Ufheil, lieber Rolf Pfeifer,

Sehr geehrte Frau Stuchlik

Sehr geehrter Herr Prof. Weber, Prof. Grieshaber,

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich darf ihnen aller erst die besten Grüße von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umweltminister Franz Untersteller zu ihrem heutigen Jubiläum überbringen.

Peter Ustinov sagte einmal als er geehrt werden sollte

„Ein Jubiläum ist ein Datum, an dem eine Null für eine Null von mehreren Nullen geehrt wird.“ ( Peter Ustinov )

Für uns hätte Peter Ustinov, dem die Völkerverständigung und der Umweltschutz am Herzen lag, bestimmt gesagt, der einzelne von uns soll sich nicht zu wichtig nehmen aber wir haben fünf Gründe heute zu feiern:

Die – Energieagentur wird 15 Jahre,

Solares Bauen wird 15 Jahre

Solar Info Center wird 10 Jahre

Endura Kommunal

Und der Wirtschaftsverband 100% werden 5 Jahre

Alles Unternehmen die nachhaltig die Energiewende in unserer Region voranbringen und auch Pionierarbeit geleistet haben.

Um nochmal die Null von Peter Ustinov aufzugreifen wir gemeinsam das hohe Ziel die Null zu erreichen, nämlich z.B. 0 – Atomkraft, 0 –fossile Energieerzeugung – 0 CO 2 oder CO 2 – Neutralität, – Also „Null“ hat was!

Und es gibt darum auch mindestens fünf klare Argumente das heutige Jubiläum zu feiern:

Es könnte sich heute niemand mehr vorstellen, dass es diese Akteure nicht gibt

Sie haben einen festen Platz in der Region

Dieses Jubiläum heißt auch viele bemerkenswerte Beiträge für eine klimaverträgliche und energieefffiziente Region

Sie begleiten unsere Region auf dem Weg zur energetischen Modellregion und viele Akteure, Kommunen, Unternehmen, Handwerk suchen den Rat und arbeiten mit ihnen eng zusammen.

Diese Entwicklung war nicht selbstverständlich, denn nicht immer war die Energiewende Konsens bzw. so breit gewollt und deren Notwendigkeit so akzeptiert wie heute!

Die Energiewende und das Klima braucht euch – ihr seid als Akteure der regionalen Energiewende nicht mehr wegzudenken.

Wir verbinden mit ihnen das Engagement für eine regionale Energieversorgung die zukunftssicherer und Ressourcen schonender ist.

Durch ihre Arbeit hier versucht ihr alle Möglichkeiten zur Energieeinsparung aufzuzeigen.

Ihr betrachtet das Thema der Energieerzeugung und –nutzung unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit

Die Energieagentur mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter füllt den politischen Begriff der Energiewende mit praktischer Erfahrung und Handlungskonzepten.

Dieses Jubiläum motiviert Sie liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, es motiviert sie liebe Jubilare, denn es bestätigt sie, sie haben es richtig gemacht und es motiviert die Region die stolz darauf sein kann solche erfolgreiche Einrichtungen zu haben, die mit uns das große Ziel der Energiewende umsetzen.

Denn Klimawandel und Ressourcenschwund erfordern ein Gelingen der Energiewende.

Zitat: Henry Ford: „Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen“

Und genau so erlebe ich Sie in der Region – ihr sucht Lösungen zur Umsetzung der Energiewende!

Die Politik in der Region hat sich Ziele gegeben und die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass wir diese auch umsetzen. So wollen wir bis zum Jahr 2030 – unseren Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien decken und hierzu haben Sie schon die Grundlagenarbeit erbracht.

Umsetzen bedeutet aber auch Akzeptanz schaffen und Beteiligungsprozesse zu organisieren.

Der bisherige Erfolg hat ihnen in ihrer Arbeit recht gegeben – die Energiewende ist machbar. Seid 15 Jahren arbeiten wir alle an politischen Rahmenbedingungen für die Energiewende, wofür sie auch Grundlagen gelegt haben.

Machbar war und ist die Energiewende durch Rahmenbedingungen die durch die Politik gesetzt wurden.

Mithilfe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist es innerhalb des letzten Jahrzehnts gelungen, den Anteil der Erneuerbaren enorm zu steigern.

Entscheidend hierfür waren der Einspeisevorrang für Ökostrom sowie die Zahlung einer festen Vergütung an die ErzeugerInnen und damit Planungssicherheit.

Darum werden wir auf Landesebene alles daran setzen – unseren Teil dazu beizutragen damit die Energiewende gelingt.

Die grün-rote Landesregierung hat das Landesplanungsgesetz geändert um der Windenergie in unserem Land mehr Raum zu geben, damit bis 2020 – 10% der Energie aus Windenergie stammt.

Aber die Energiewende braucht mehr Energieeffizienz und Einsparung, denn dies spart CO2 und Kosten ein und senkt außerdem den Bedarf an Energieerzeugungsanlagen und Netzen. Dafür ist die energetische Modernisierung des Gebäudebestandes unerlässlich. Denn in Gebäuden werden fast 20 Prozent der gesamten CO2-Emissionen verursacht.

Wir haben durch die Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes und damit verbunden dem Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept Rahmenbedingungen geschaffen, wie wir bis 2050

50% Energie einsparen wollen, 80% Energie erneuerbar produzieren wollen und 90 % weniger CO 2 ausstoßen wollen.

Und wir wollen das Erneuerbare Wärmegesetz novellieren, um z. B. eine höhere Sanierungsquote zu erreichen.

Wir haben in unserer Region „ Freiburg, Emmendingen,Breisgau-Hochschwarzwald beschlossen bis zum Jahr 2030 – unseren Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. Das erfordert den Umbau unserer Infrastruktur von fossil zu erneuerbar, von zentral zu dezentral und eine Machtverschiebung von den großen Energiekonzernen zu den BürgerInnen.

Um dies zu erreichen brauchen wir sie alle, meine Damen und Herren.

Die Energiewende ist eine gesellschaftliche Aufgabe und sie sind eine Schnittstellen oder Scharnier das dazu beiträgt die Tür zur Energiewende weit zu öffnen.

Dieses Jubiläum braucht die Öffentlichkeit, die Energiewende braucht Akzeptanz und das Vertrauen dass sie gelingt. Darum ist bei solch einem Jubiläum die Anwesenheit eines wichtigen Elementes der Öffentlichkeit die Medien notwendig. Die Medien, die ich hiermit auch ganz herzlich als Akteur der Energiewende Grüße, berichtet wie wir doch hoffen und das ist für das Projekt Energiewende und Klimaschutz auch wichtig positiv über dieses Jubiläum und trägt damit ihren Teil dazu bei dieses Gesellschaftliche Projekt umzusetzen.

Bevor ich zum Schluß meines Grußwortes komme möchte ein Zitat von Ernst Ulrich von Weizsäcker, hier anbringen, was meines erachtens auch gut zur Arbeit der heutigen Jubilare und Akteure passt, das er anläßlich der letzten Sitzung des Club of Rome sagte:

„Wir müssen Klimaschutz und Artenschutz richtig profitabel machen und aufhören mit dem Geseiere, wir sollten den Gürtel enger schnallen, um das Klima zu schützen. Bei der Energie sollten wir vormachen, dass wir damit Wohlstand erzeugen. Alle Leute gucken gebannt nach Deutschland, wie wir das mit dem Atomausstieg wohlstandskonform schaffen.“

Meine Damen und Herren,

die Energiewende betrifft uns alle und im Interesse aller sollten wir gemeinsam an einer erfolgreichen Umsetzung der Energiewende arbeiten.

Denn die Umsetzung der Energiewende duldet keinen Aufschub und erfordert das Engagement und den Einsatz aller Beteiligten.

Ministerpräsident Kretschmann hat dies einmal so ausgedrückt:

„Wir sind zum Erfolg verdammt“.

Sie haben zu diesem Erfolg bereits sehr viel beigetragen – dafür herzlichen Dank von mir persönlich der grünen Landtagsfraktion und ich kann glaube ich kann sagen, der ganzen Region.

Für Ihr Jubiläum Alles Gute!

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