Alexander Schoch setzt sich für die Unterbringung von Flüchtlingen ein

Auf Initiative der Gemeinderatsfraktion DOL hat sicher der Gemeinderat der Stadt Waldkirch mit dem Thema Unterbringung von Flüchtlingen in Waldkirch beschäftigt.

Für den Gemeinderat Alexander Schoch ist es vor dem Hintergrund der steigenden Flüchtlingszahlen wichtig, für mehr Offenheit und Toleranz zu werben. Schoch begrüßte die Initiative des Landkreises zur Verteilung der Flüchtlinge in den Kreisgemeinden.

In der Gemeinderatssitzung forderte er eine Initiative der Stadt zur Gründung eines kommunalen Netzwerkes Flüchtlingshilfe. Hierbei sei es wichtig, dass alle Akteure, wie z. B. Wohlfahrtsverbände, Helferkreise, Ausländerbehörde, städtische Behörden, psychosoziale Beratungsstellen, Flüchtlingsorganisationen, Bildungseinrichtungen, Jobcenter an einen Tisch kommen, um ein breites und umfassendes Beratungsnetz und Unterstützernetz aufzubauen.

Alexander Schoch machte deutlich, dass niemand alles aufs Spiel setzt, alles los lässt – die Heimat, Besitz, Familienangehörige, vielleicht sogar Kinder. Wer Asyl sucht, kämpft oft ums Überleben. Weil im Herkunftsland Krieg herrscht, Verfolgung droht, Diskriminierung an der Tagesordnung oder die eigene Existenz permanent in Gefahr ist.

Aufgrund der Kriege, sei es in Syrien oder dem Irak, sind zurzeit die Flüchtlingszahlen aus diesen Ländern besonders hoch. Aber auch viele Flüchtlinge aus Serbien und Mazedonien, die überwiegend Roma sind, werden immer noch in diesen Ländern abgelehnt, benachteiligt und attackiert.

Die EU-Kommission hat festgestellt, dass Roma in allen Balkanstaaten einer Rundum-Diskriminierung ausgesetzt sind, die sie daran hindert, ein normales Leben zu führen: Sie erhalten keinen Zugang zu Wohnungen und leben deshalb in Slums, oft sogar ohne Strom und Heizung. Sie haben kaum Zugang zu Bildung, zu Arbeit, zu Gesundheitsversorgung. Immer wieder werden Roma Opfer rassistischer Gewalt.

Auf der Welt sind Ende 2013 laut UNHCR Global Trends 51 Millionen Menschen auf der Flucht. 86 Prozent der Flüchtlinge weltweit leben in Entwicklungsländern. Die allerwenigsten Flüchtlinge schaffen es nach Europa – weil sie in der Region bleiben wollen und auf baldige Rückkehrchancen hoffen, oder weil sie schlicht keine Möglichkeit haben, hierherzukommen.

Wir müssen in Waldkirch zeigen, dass eine Integration der Flüchtlinge in unsere Gemeinde und ins Gemeinwesen möglich ist. Darum sollten wir ein breites Netzwerk gründen, um eine Verbesserung der Unterbringungssituation von Flüchtlingen zu gewährleisten und nachhaltige Integrationskonzepte entwickeln.

Ein solches Netzwerk kann frühzeitig die Bevölkerung informieren und versuchen, potenzielle private Vermieter zu finden oder Anwohner von Notunterkünften früh in den Aufnahmeprozess einzubeziehen.

Verwandte Artikel