Keine risikoreichen Experimente auf Kosten der Umwelt

Schoch plädiert im Landtag für ein Verbot von Fracking

Der energiepolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion und Emmendinger Abgeordnete Alexander Schoch hat sich am Mittwoch im Landtag gegen das sogenannte Fracking ausgesprochen. Schoch warnte vor den unkalkulierbaren Risiken dieser umstrittenen Gasgewinnungsmethode, insbesondere für die Trinkwasserversorgung. Anrainerstaaten des Bodensees hatten sich bereits für ein Verbot stark gemacht.

Es gehe darum, den Einsatz einer Technologie zu unterbinden, die auf dem Einsatz umwelttoxischer Stoffe beruht, deren Folgen für die Umwelt und letztendlich damit für die Bürgerinnen und Bürger noch völlig ungeklärt ist, so Schoch. „In Zeiten des Klimawandels und der Energiewende brauchen wir in Deutschland keine Reglementierung einer risikoreichen Gasfördermethode, sondern stattdessen einen konsequenten weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien, mehr Energieeinsparung und mehr Energieeffizienz. Darum setzen sich die grüne Landtagsfraktion und das Umweltministerium für ein Verbot des Fracking ein.


Hintergrund Fracking

Nicht überall kommt Erdgas frei unter der Erde vor. Auch Schiefer-, Granit- oder Tonschichten enthalten in kleinsten Poren und Bruchzonen große Mengen an Erdgas. Doch dieses Gas entweicht beim Anbohren nicht selbstständig aus dem Gestein. Beim Fracking werden Gesteinsschichten durch eine Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien aufgebrochen, die mit extrem hohem Druck unter die Erde gepresst werden. Aus den so erzeugten Rissen kann das Erdgas entweichen und abgesaugt werden.

Die Chemikalien, wie der amerikanische Frackingboom zeigt, können auch ins Grundwasser und die Umwelt gelangen. Somit ist die angebliche Umweltfreundlichkeit der neuen Energiequelle nicht nur zweifelhaft, sondern schlichtweg nicht vorhanden. Die sogenannte Frack-Flüssigkeit enthält eine Vielzahl hochtoxische Stoffe.

Verwandte Artikel