SmartGrids wichtig für Energiewende

Öko-Institut Freiburg stellt grünen Energiepolitiker Schoch Roadmap für Baden-Württemberg vor

Die grün-rote Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, dass Baden-Württemberg bei der Umsetzung der SmartGrid-Technologie eine Vorreiterrolle in Deutschland einzunehmen. „Mit der Dezentralisierung der Energieerzeugung wächst der Bedarf an innovativen Energienetzen. Zur Umsetzung der Energiewende werden wir diese Technologie benötigen“, verdeutlichte der energiepolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion Alexander Schoch bei einem Gespräch mit Dr. Dierk Bauknecht und Christoph Heinemann in den Räumen der Geschäftsstelle des Öko-Instituts e.V. in Freiburg.

Im Auftrag des baden-württembergischen Umweltministeriums wurde unter Mitwirkung des Öko-Instituts eine Roadmap für die Entwicklung von SmartGrids in Baden-Württemberg entwickelt. Mit der fertiggestellten Roadmap sei ein erster Schritt in die richtige Richtung vollzogen, auf den die Landesregierung aufbauen könne, so der energiepolitische Sprecher. „Zum Gelingen der Energiewende benötigen wir mittelfristig intelligente Netze, die es ermöglichen, Lastverschiebung bei Verbrauchern zu erschließen und mehr erneuerbare Energien in die bestehenden Netze zu integrieren.“ In der Roadmap wird die Etablierung dieser sogenannten SmartGrids in Baden-Württemberg in drei Phasen bis 2030 untergliedert. Als Empfehlung wird unter anderem die Einführung von Studiengängen vorgeschlagen, die einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Thematik SmartGrid legen, erläuterte Dr. Dierk Bauknecht, der federführend an der Entwicklung der Roadmap beteiligt war.

Die kommunalen Stadtwerke, die großen Energieerzeuger, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Landesregierung wollen weiter im Gespräch bleiben, um die Netzinfrastruktur in Baden-Württemberg zukunftsfähig zu gestalten. Alexander Schoch sieht in der Entwicklung der SmartGrid Technologie eine große Chance, insbesondere für die kommunalen Stromerzeuger: „Die Stadtwerke sind näher an den dezentralen Akteuren dran und organisieren normalerweise das lokale Netz. So können die Stadtwerke auf die Bedürfnisse der Bürger und der Unternehmen vor Ort eingehen“, hebt Schoch hervor.


Zusatzinformation zu SmartGrids Aus der Dezentralisierung der Stromerzeugung und deren schwankender Verfügbarkeit aufgrund von Solar- und Windenergie, besteht Bedarf an Innovationen in den Energienetzen sowohl für die Lastregelung als auch zur Aufrechterhaltung der Netzstabilität. Intelligente Netze, sogenannte SmartGrids, führen zu einer optimierten Verknüpfung von Erzeugung, Speicherung und Verbrauch von Strom vor Ort.


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