Grün rote Landesregierung reagiert mit der Novelle des Landeshochschulgesetzes auf aktuelle Situation an den Hochschulen – Alexander Schoch MdL diskutierte mit Interessierten in Denzlingen

Für mehr Qualität von Forschung und Lehre hat Grün-Rot das Landeshochschulgesetz (kurz LHG) umfassend überarbeitet. Der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch hat mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Studierenden im Rocca in Denzlingen über die Novelle des LHG diskutiert. Viele Menschen im Landkreis Emmendingen sind durch die Nähe zu den Hochschulstandorten Freiburg und Offenburg, sei es durch das eigene Studium oder durch den Arbeitgeber Hochschule, von der LHG-Novelle direkt betroffen. „Für die Hochschulen wurden die Entscheidungsspielräume erweitert und die akademische Selbstverwaltung gestärkt“, hob der Grüne Landtagsabgeordnete hervor. Mit dem Gesetzt reagiert die grün rote Landesregierung auf neue Entwicklungen in der Hochschullandschaft.

In einem kurzen Vortrag erläuterte Schoch was sich durch die Novelle für die baden-württembergischen Hochschulen konkret verändert.

Ein zentrales Thema der Novelle, ist die Qualitätssicherung bei den Promotionsverfahren. „Baden-Württemberg geht hier mutig voran. Als erstes Bundesland schreiben wir Promotionsvereinbarungen zwischen Doktorandinnen und Doktoranden einerseits und den Betreuerinnen und Betreuern vor“, sagte der Landtagsabgeordnete. Für Streitfälle seien Ombudspersonen vorgesehen. Ein Konvent verleihe den Promovierenden eine Stimme.

Die Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses im LHG betrifft nicht nur die Promotionsphase. Eine wichtige Neuerung ist das Tenure-Track-Verfahren. Jetzt ist es möglich, die Berufung auf eine Juniorprofessur mit der Zusage zu verbinden, den Nachwuchswissenschaftler oder die Nachwuchswissenschaftlerin nach sechs Jahren und einer positiven Evaluation auf eine volle Professur zu übernehmen. „Das verbessert die Planbarkeit wissenschaftlicher Karrieren erheblich“, bewertete Schoch diese Änderung.

„Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften – beispielsweise in Freiburg, Furtwangen und Offenburg – haben sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt“, verdeutlichte der Grüne Landtagsabgeordnete. Längst seien es keine reinen Fachhochschulen mehr, sondern Orte der Lehre, der angewandten Forschung und der Weiterbildung zusammen mit der Wirtschaft. Dieser Entwicklung trage die Novelle Rechnung. „Eine wichtige Rolle wird dabei in Zukunft der neu eingeführte Weiterbildungsbachelor spielen.“, so Schoch.

„Einen mutigen Schritt voran geht Baden-Württemberg mit der ‚Experimentierklausel‘, dem Promotionsrecht für Zusammenschlüsse von Hochschulen für angewandte Wissenschaften“, sagte Alexander Schoch. Im LHG hat Grün-Rot eine Möglichkeit geschaffen, einem forschungsstarken Verbund aus Hochschulen für einen befristeten Zeitraum ein thematisch gebundenes Promotionsrecht zu verleihen. „Ich bin zuversichtlich, dass diese Option in den nächsten Jahren mit Leben gefüllt werden wird.“, so Schoch.

Auch für die Erleichterung der Kooperationen zwischen Hochschulen und Universitäten bei Promotionsverfahren enthält die Novelle Verbesserungen. Auf dem Weg zum neuen Gesetz gab es intensive Beteiligungsprozesse und Diskussionsrunden mit Hochschulen, Beschäftigten und Studierenden gab. Alexander Schoch bewertete diese intensive Bürgerbeteiligung LHG als ein wichtiges Element der Akzeptanz. Nur so sei es möglich, ein passgenaues, unbürokratisches Gesetz zu bekommen. Als Beispiele für Änderungen, die sich erst im Verfahren ergeben hatten, nannte er die Abschaffung der verbindliche Orientierungsprüfung, die Abschaffung der Promotionshöchstdauer sowie den Verzicht auf die ursprünglich vorgesehene Verpflichtung, Prüfungsgebühren zu erheben. „Auch beim Thema Hochschulräte haben wir zugehört und sind zu einer guten Lösung gekommen, indem wir die Kompetenzen klar trennen“, so Schoch.

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