Alexander Schoch MdL: Gute Lebensmittel und regionale Wertschöpfung müssen in der landwirtschaftlichen Erzeugung im Vordergrund stehen

Unter dem Motto „Im Grünen daheim“ führt die Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen Bürgerforen und Besuche in Betrieben durch. – Beim Besuch des Landtagsabgeordneten Alexander Schoch und des Mitglieds des Kreisvorstandes der Grünen Horst Kolb bei Christoph Höfflin, vom Südhof in Denzlingen hob der Abgeordnete auf die regionale Wertschöpfung ab. Sie steht für regionale Produktions- und Wirtschaftskreisläufe, so z.B. bei der Erzeugung und Vermarktung regionaler Lebensmittel. „Der Südhof mit seinem biologischen Obstanbau, der über dreißigjährigen Erfahrung und der tiefen Verwurzelung in der Region hat sich dafür besonders angeboten“, sagt Schoch. Bei einem anschließenden Gespräch vertrat Christoph Höfflin die Anliegen der Landwirtinnen und Landwirte in der Region und formulierte auch Forderungen an die Politik.

Als wichtigen Baustein einer funktionierenden ökologischen Landwirtschaft sieht Schoch die Förderprogramme der EU, des Bundes und der Landesregierung. „Zwar kommen aus Brüssel viele Vorgaben, die hin und wieder hinterfragt werden müssten und auch nicht zu einem bürokratischen Monster werden dürften. Die Förderprogramme wie beispielsweise MEKA (Marktentlastungs- und Kulturlandschaftsausgleich) sichern die Existenz vieler landwirtschaftlicher Betriebe. Die ökologische, wie auch die konventionelle Landwirtschaft prägt und beeinflusst positiv die Kulturlandschaft am Oberrhein und die Betriebe tragen mit ihrer Bewirtschaftung und Produktion zur Versorgung der Bevölkerung und der Landschaftspflege bei.

Die Überarbeitung Öko-Richtlinie durch die EU sieht Höfflin kritisch. „Die aktuelle Richtlinie ist langsam gewachsen. Es ist sinnvoller, eine bestehende Richtlinie zu ergänzen, als eine komplett neue Richtlinie zu verabschieden“, verdeutlicht der BLHV-Ortsvorsitzende Denzlingen Christoph Höfflin.

Zudem wurde bei der Diskussion das Thema Gewässerrandstreifen behandelt. Alexander Schoch ist bewusst, dass durch die fünf-Meter-Regelung den Landwirtinnen und Landwirten Bewirtschaftungsfläche abhandenkommen kann. „Gewässerrandstreifen sind jedoch geeignet, einen Beitrag zur weiteren Reduzierung der diffusen Einträge aus der Landwirtschaft zu erbringen und damit unverzichtbar, um den guten Zustand der Gewässer zu erreichen“, hebt Schoch hervor.

Schoch machte im Speziellen auf das Beratungsangebot und die Forschungsvorhaben der grün roten Landesregierung aufmerksam, die in Zusammenarbeit mit der baden-württembergischen Landwirtschaft in den ersten zwei Jahren der Regierungszeit umgesetzt wurden. Am Beispiel des Kompetenzzentrums Ökologischer Landbau Emmendingen Hochburg und der Einrichtung der sehr erfolgreich gestarteten Fachschulklasse wird verdeutlicht, wie groß das Interesse an der ökologischen Landwirtschaft, so Alexander Schoch.

Von links Horst Kolb (Mitglied des Grünen KV Emmendingen), Alexander Schoch MdL, Christoph Höfflin

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