Alexander Schoch fordert Entgeltgleichheit und Frauenquoten für Führungspositionen

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen fordert endlich Maßnahmen zur Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen.

Aktuelle Zahlen belegen, dass sich an der Lohnungerechtigkeit immer noch nichts getan hat. Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern liegt immer noch bei 22,4 Prozent. Leiharbeitskräfte werden immer noch deutlich schlechter bezahlt als die Stammbelegschaft. Das Thema Entgeltgleichheit muss endlich auf gesetzliche Füße gestellt werden. Noch immer sind überkommende Rollenbilder von Männern und Frauen ein Grund für diese Ungleichbehandlung.

Überdurchschnittlich viele Frauen sind im Niedriglohnsektor beschäftigt und arbeiten in Teilzeit oder geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen, die in der Regel mit schlechteren Stundenlöhnen vergütet werden.

Neben der Entgeltgleichheit ist für Alexander Schoch eine Frauenquote in Führungsetagen dringend notwendig. Freiwillige Vereinbarungen und Fördermaßnahmen für Frauen in Führungspositionen sind wichtig und unentbehrlich, aber helfen nicht umfassend um die strukturelle Diskriminierung von Frauen auszugleichen. Leider haben die bisherigen Freiwilligen Vereinbarungen bisher keinen Erfolg gezeigt.

Eine Quote ist kein Allheilmittel, aber wenn es die Wirtschaft nicht schafft durch freiwillige Maßnahmen die Ungleichheit zu beseitigen, müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden die dies ermöglichen, so Alexander Schoch. Die Ressourcen und die Macht in den Unternehmen sind ungleich verteilt!

Ein Blick in die Managementpositionen der Betriebe und Verwaltungen, auch in unserem Landkreis zeigen, da ist noch sehr viel Nachholbedarf! Die Hälfte der Macht den Frauen ist nicht nur ein Gebot der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, sondern auch eins der wirtschaftlichen Vernunft. In gemischten Teams steigt der wirtschaftliche Erfolg von Unternehmen und es werden bessere Entscheidungen getroffen, das zeigen viele wissenschaftliche Studien – Verbindliche Quoten machen nicht nur gleichstellungspolitisch Sinn.

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Unternehmen mit einer höheren Frauenquote bessere wirtschaftliche Ergebnisse, eine höhere Motivation bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ein besseres Bild des Unternehmens bei Verbraucherinnen und Verbrauchern erzielen, so Alexander Schoch.

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