Alexander Schoch beim Dreiländertreffen, einem Dreiländerübergreifender und transdisziplinärer Austausch über das Thema Nachhaltigkeit

Die zentrale Herausforderung für grüne Politik ist es, die Wirtschaftslogik dahingehend zu verändern, dass Lebensqualität statt Konsum gefördert wird und dass wirtschaftlicher Erfolg soziale und ökologische Verantwortung bedingt.

In einer Strategiedebatte mit dem Thema von der fossilen Nichtnachhaltigkeit zur postfossilen Nachhaltigkeit mit Ludwig Hartmann, Dr. Martin Held und Dieter Janecek MdB stellte Alexander Schoch die Nachhaltigkeitstrategie des Landes Baden-Württemberg vor.

Die Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg wurde im Jahr 2007 gestartet und versteht sich als eine Plattform, um wichtige Fragen nachhaltiger Entwicklung zu debattieren und umzusetzen – in einer Kooperation aus Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Die grün-rote Landesregierung hat die Nachhaltigkeitsstrategie neu ausgerichtet. „Wir sehen in der Strategie einen wichtigen Schritt, um Nachhaltigkeit zum elementaren Bestandteil der Landespolitik zu machen“, betonte Alexander Schoch. Die grün rote Landesregierung setzt dabei auf folgende Elemente:

Nachhaltigkeit messbar machen: Wie bereits in der Koalitionsvereinbarung festgehalten, werden Ziele definiert und konkrete, überprüfbare Nachhaltigkeits-Indikatoren aus den Bereichen Ökonomie, Ökologie, Soziales und Partizipation vorgelegt. Alle zwei Jahre wird ein Indikatoren-Bericht erstellt, der eine Aussage über den Stand und Fortschritt der nachhaltigen Entwicklung im Land ermöglicht.

Schwerpunkte setzen: Die Nachhaltigkeitsstrategie konzentriert sich aus diesem Grund auf wichtige Schwerpunktbereiche. In einem ersten Schritt sind dies die Themen „Klima und Energie“, „Ressourcen“ und „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. „Die Nachhaltigkeitsstrategie ist aber keine reine Ökooffensive“ verdeutlicht Alexander Schoch. „Schritt für Schritt sind wir weitere Themen angegangen, so wie beispielsweise die Themen Integration und Mobiltät“.

Nachhaltigkeit konkret machen: Für die genannten Schwerpunktthemen werden Aktionsprogramme aufgesetzt, um konkrete Lösungsansätze und Umsetzungskonzepte auf den Weg zu bringen. „Diese Aktionsprogramme sollen einen Rahmen bieten, in dem die Bürgerinnen und Bürger die vielfältigen Fragen einer nachhaltigen Lebensweise mitdiskutieren können. „Die grün rote Landesregierung hat es sich zur Aufgabe gestellt, möglichst viele gesellschaftliche Gruppen an den Aktionsprogrammen zu beteiligen“, erläuterte Schoch auf dem Forum.

Bürger und Experten einbeziehen: „Die Regierung hat die Bevölkerung nicht nur bei der Erarbeitung von Umsetzungskonzepten einbezogen. Wichtig war und ist uns, dass auch bereits bei der strategischen Planung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie Experten und Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen“, so der Grüne Landtagsabgeordnete. Aus diesem Grund ist der Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung eingerichtet worden, dem Ministerpräsident Kretschmann vorsitzt

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