Neujahrsempfang 2014: Gisela Splett wirbt für nachhaltige Entwicklung

Der Kreisverband der Grünen und der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch hatten zum Neujahrsempfang in das Alte Rathaus nach Emmendingen geladen.

Mitglied des Kreisvorstandes Franz Ruetz konnte Besucher und Ehrengäste in dem voll besuchten Bürgersaal begrüßen und zeigte sich sehr erfreut, dass dieser Neujahrsempfang inzwischen zu einer guten Tradition geworden ist. Auch in diesem Jahr konnte ein Mitglied der Landesregierung Dr. Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, als Rednerin gewonnen werden.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch den Pianisten William Cuthbertson, der mit Stücken von Frederick Chopin, Edward Grieg, Zez Confrey und Jaroslav Jezek das politische Jahr musikalisch virtuos begrüßte.

In seiner Neujahrsrede hob Alexander Schoch das Erinnerungsjahr 2014 hervor , indem sich das Schicksalsjahr Europas zum hundertsten Mal jährt. 1914 begann der Erste Weltkrieg, eine Katastrophe, die das alte Europa hinwegfegte, Millionen Menschenleben forderte und die Wurzel des Üblen war, das danach erst noch folgen sollte: Zwei menschenverachtende Diktaturen, ein weiterer, noch viel schlimmerer Krieg, Völkermord, Vertreibung unzähliger Menschen und die Spaltung des Kontinents, die bis heute nicht überwunden ist. Für den Landtagsabgeordneten sind die vielen Städtepartnerschaften die es zwischen Kommunen des Elsaß und Badischer Gemeinden gibt, das Fundament für 59 Jahre Frieden. Dem Europäischen Gedanken und die Entwicklung zur EU verdanken wir den Frieden. Schoch warb für die Europawahl und für die Kommunalwahlen. Kommune heißt Gemeinschaft, so Schoch und Kommunalpolitik schafft den Rahmen für das Zusammenleben in der Gemeinde.

Mit dem Hinweis auf die 2014 beginnende „UN Dekade der nachhaltigen Energie für Alle“ wies Schoch auf die Bedeutung des verlässlichen und bezahlbare Zugang zu Energiequellen für alle Menschen und für der Klimaschutz und die dringend notwendige nachhaltige und umweltschonende Energieerzeugung hin.

Nach dem Grußwort des Oberbürgermeisters Stefan Schlatterer, der auf die Breibandversorgung einging und die Deutsche Bahn hinsichtlich Kostensteigerung beim Umbau des Bahnhof Emmendingen kritisierte, trug sich die Staatssekretärin Dr. Gisela Splett ins Goldene Buch der Stadt ein.

Die Staatssekretärin nahm die Stichworte des Landtagsabgeordneten Alexander Schoch und OB Stefan Schlatterer auf und wies darauf hin, dass der Energieverbrauch zu hoch ist.

In Deutschland belaufe sich der Pro-Kopf-Ausstoß von Kohlendioxid auf zehn Tonnen im Jahr, für eine nachhaltige Entwicklung sollte er auf zwei Tonnen pro Person sinken. Dieses Ziel, so Splett lasse sich nicht allein durch technologische Innovationen erreichen. Hier gilt es die Definition des Wirtschaftswachstum und damit die Lebens- und Wirtschaftsweise hinsichtlich der Nachhaltigkeit zu hinterfragen. Straßenneubau und Ökologie ist immer ein Spagat. Darum war es richtig die Straßenbauprojekte zu priorisieren. Ein besonderes Gewicht hat die Landesregierung auf den Erhalt die Verbesserung des Zustandes des bestehenden Straßennetzes gelegt. Mit einem Appell an die Bahn und die neue Bundesregierung forderte sie einen zügigen umwelt- und menschengerechten Ausbau der Rheintalbahn, was auch zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs dringend notwendig ist. Für Staatssekretärin Dr. Gisela Splett ist die Sicherung der Mobilität im Ländlichen Raum eine der großen Herausforderungen. Unser Ziel ist, Mobilität nachhaltig, also umweltverträglich, wirtschaftlich effizient und sozial gerecht zu gestalten. Nachhaltige Mobilitätsangebote dienten der Lebensqualität der Bevölkerung im ländlichen Raum, so Dr. Splett.

Dr. Gisela Splett, Oberbürgermeister Stefan Schlatterer und Alexander Schoch warben zum Abschluss nochmal für das Engagement in der Kommunalpolitik und für die Europawahl

Link zum Artikel in der Badischen Zeitung

 

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