Energiepolitiker Alexander Schoch sieht Gabriels Eckpunkte kritisch für die Region – Ausbau der Windenergie darf durch die schwarz rote Bundesregierung nicht ausgebremst werden

Die Region Freiburg mit den beiden Landkreisen Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald und der Stadt Freiburg haben im letzten Jahr beschlossen, sich bis zum Jahr 2050 vollständig zu 100% mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien selbst zu versorgen. Dies erfordert natürlich eine Ausbaustrategie für die erneuerbare Energien und Planungs- und Investitionssicherheit. Daher kritisiert der energiepolitische Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im baden-württembergischen Landtag Alexander Schoch das Eckpunktepapier zur Energiewende des Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel.

Gabriel´s Papier sieht vor, dass an Land pro Jahr nur noch Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 2500 Megawatt pro Jahr neu ans Netz gehen, das sind etwa 1000 Windräder. Werden es mehr, gibt es automatische Förderkürzungen. Im windstarken Norden soll die Vergütung zusätzlich um bis zu 20 Prozent gekappt werden. Der Energiepolitiker Schoch verdeutlicht, dass es zwar darüber diskutieren kann, Überrenditen bei Windenergieanlagen an Land an sehr guten Standorten abzubauen. Jedoch sind Ausbaukorridore für eine günstige Form der Erneuerbaren Energien unnötig und würden sich kontraproduktiv auf die Ausbauziele auswirken, so Alexander Schoch.

Die ökonomische Zahlen, die die Energiewende der Wirtschaftsregion bietet, sieht Schoch als große Chance für Südbaden. Die Region bezieht ihre Energie überwiegend aus fossilen Energieträgern. In der Region Freiburg werden beispielsweise nur 10 Prozent der Wärme und 8,5% des Stroms durch regenerative Energien abgedeckt. Zur Erschließung aller Potenziale wären rund drei Milliarden Euro für die erneuerbaren Energien und etwa 12 Milliarden für die Sanierung der Wohngebäude notwendig. Um die Energiewende zu befördern und Planungs- und Investitionssicherheit zu bieten, sind deutliche Anreize notwendig. Notwendig ist aber auch eine Kostenwahrheit zu den fossilen Energieträgern und der Atomenergie endlich herzustellen und nicht immer die regenerativen Energien, wie es von der Lobby der Energiekonzerne immer wieder praktiziert wird, als Kostentreiber hinzustellen, denn Teuer ist Fossil und Atom!

„Die Energiewende und der Ausbau der regenerativen Energien in der Region sichert auch die regionale Wertschöpfung und damit auch Arbeitsplätze in Wirtschaft, Gewerbe und Handwerk“, so der Landtagsabgeordnete.

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