Der Oberrheinrat spricht sich für ökonomische und energetische Konversion in Fessenheim aus

Auf eine gemeinsame Initiative der neun grünen Mitglieder aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz (Baden-Württemberg, Elsaß, Rheinland- Pfalz und Nordwestschweiz) hin, verabschiedete der Oberrheinrat in seiner Plenarsitzung am 9. Dezember einstimmig eine Resolution für eine ökologische und ökonomische Konversion in Fessenheim. 

Die Resolution knüpft an die vorangehenden Resolutionen zur Energiewende des grenzüberschreitenden Gremiums an und ergänzt diese um den konkreten Vorschlag, eine Studie über Alternativen für die lokale und regionale Wirtschaft in und um  Fessenheim anzufertigen. Anlass hierfür ist die Ankündigung des französischen Staates, das Kernkraftwerk 2016 stillzulegen. Die Studie soll zukunftsfähige Perspektiven für die Region aufzeigen, um Arbeitsplätze am Standort zu erhalten und neue aufzubauen. Die Resolution ist Ausdruck des gemeinsamen Wunsches der drei Länder, die ökonomische und energetische Wende in der Region um Fessenheim einzuleiten.

Dabei ist es der Wunsch des Oberrheinrates, aus dem Atomkraftwerk ein europäisches Vorzeigeprojekt für die Erzeugung erneuerbarer Energien sowie Forschung und Innovation zu machen, ausgestattet mit einer Expertise zum Rückbau von Atomkraftwerken. Das Projekt fügt sich somit in die Bestrebungen im trinationalen Gebiet des Oberrheines ein, die Energiewende in allen Belangen voranzutreiben.

 

Die Grünen aller drei Länder freuen sich dabei besonders, dass in dieser Frage grenzüberschreitend Einheit herrscht und auch parteiübergreifend alle Mitglieder des Oberrheinrates die Absicht erklärt haben, sich auf ein gemeinsames Ziel für die ökonomische, ökologische, und soziale Zukunft der Region zu einigen.

Deutsch-französische Resolution der GRÜNEN des Oberrheinrates Alexander Schoch, Reinhold Pix, Bea Böhlen, Andrée Buchmann, Jacques Fernique, Josef Frey, Emmanuel Martinoli, Ruth Ratter und Dieter Salomon.

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