Alexander Schoch MdL sieht positive Rückmeldungen auf das Landesarbeitsmarktprogramm – es sollte beispielgebend in die zukünftige Arbeitsmarktpolitik der neuen Bundesregierung wirken.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im baden-württembergischen Landtag Alexander Schoch hebt hervor, dass das von der grün-roten Landesregierung vor einem Jahr auf den Weg gebrachte Landesarbeitsmarktprogramme einen gewichtigen Beitrag zu einem zukünftigen nachhaltigen Arbeitsmarkt leisten kann.

Gerade die relativ konstante Zahl von ca. 70 000 Langzeitarbeitslosen in Baden-Württemberg verdeutlicht den Bedarf an neuen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten. Das Landesarbeitsmarktprogramm bietet daher neue Möglichkeiten, wie den Betroffenen, die überwiegend alleinerziehende Frauen, Jugendliche und Menschen über 50 Jahren sind, neue Perspektiven aufgezeigt werden können. Mit einer Fördersumme von 15 Millionen Euro durch das Land und 20 Millionen Euro durch die Europäische Union setzt das Programm mit seinen fünf Bausteinen auf Förderung, betreuende Unterstützung und Beratung.

Für Alexander Schoch, ist gerade der Passiv-Aktiv Tausch, der in 40 von 44 Landkreisen eingeführt wurde ein Beispiel dafür, wie Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanziert wird. Hierbei soll einem Arbeitgeber die Anstellung eines Langzeitarbeitslosen schmackhaft gemacht werden, indem der Staat zweieinhalb Jahre lang den Großteil des Gehalts übernimmt. Dabei wurden 500 Langzeitarbeitslosen mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen der Wiedereinstieg in die Berufstätigkeit und in den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht. Daneben stellen auch die Teilzeitausbildung von Alleinerziehenden, die betreute Ausbildung von Jugendlichen sowie die sozialpädagogische Beratung und Betreuung wichtige Elemente dieses Arbeitsmarktprogramms dar.

Auch im Landkreis Emmendingen ist das Programm auf positive Resonanz gestoßen. „Die Waldkircher Beschäftigungsgesellschaft (WABE gGmbH) und die elrec-kombeg gGmbH aus Herbolzheim helfen mit ihrer Arbeit Langzeitarbeitslosen und jungen Menschen mit Ausbildungshemmnissen eine Ausbildung zu absolvieren und in den ersten Arbeitsmarkt zu gelangen. Dazu werden auch die Instrumente des Landesarbeitsmarktprogrammes wie der Aktiv-Passiv Tausch oder die Teilzeitausbildung angewendet“ erfreut es den Landtagsabgeordneten. Die zukünftige Bundesregierung sollte sich ein Beispiel nehmen und auf die Instrumente des baden-württembergischen Landesarbeitsmarktprogramms zurückgreifen, so der Arbeitsmarktpolitiker Schoch abschließend.

Verwandte Artikel