Zeitnahes Wolfsmanagement in Baden-Württemberg

Die Landtagsabgeordneten Alexander Schoch und Dr. Markus Rösler führten in Emmendingen ein Informationsgespräch über ein zukünftiges Wolfsmanagement in Baden-Württemberg. Zusammen mit Michael Glock dem Wolfsbeauftragten des Naturschutzbundes Baden-Württemberg und Micha Herdtfelder von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt wurde über eine mögliche Wiederkehr des Wolfes in Baden-Württemberg gesprochen.

Zur Zeit ist nicht bekannt, dass sich ein Wolf auf baden-württembergischen Boden befindet. „Bei Baden-Württemberg handelt es sich um Wolf-Erwartungsland, deswegen müssen die Menschen und Behörden vorbereitet sein. Sollte die Situation eintreffen, dass der Wolf zurückkehrt, brauchen wir ein funktionierendes Wolfsmanagement“, so die beiden Grünen Abgeordneten.

Eine Gefahr für Menschen in Baden-Württemberg besteht nach aktuellem Kenntnisstand nicht. „Wölfe sind bereits in der Schweiz, in den Vogesen, in Sachsen, Bayern und Rheinland-Pfalz sicher nachgewiesen worden und leben dort teilweise schon als kleine Populationen, ohne dass es in diesen Regionen zu gefährlichen Situationen mit Menschen kam«, verdeutlichte Herdtfelder.

Eine aus Mitgliedern der AG Luchs bestehende Arbeitsgruppe erstellte unter Leitung des heutigen baden-württembergischen Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) im Jahr 2009 einen Entwurf für einen „Handlungsleitfaden für das Auftauchen einzelner Wölfe in Baden-Württemberg“. Darin sind die behördlichen

Zuständigkeiten, Kommunikationswege, die Öffentlichkeitsarbeit und das Monitoring für den Fall geregelt, dass Wölfe in das Bundesland einwandern, was jederzeit passieren kann. „Der Leitfaden sollte als erster Schritt des Wolfsmanagements möglichst bald veröffentlicht werden, damit Landnutzer, Öffentlichkeit und die Verwaltung wissen, was bei zuwandernden Wölfen zu tun ist“, verdeutlichten Rösler und Schoch.

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