Die Landtagsabgeordneten Dr. Markus Rösler und Alexander Schoch informieren sich über die Ergebnisse des Life- Projektes Rohardsberg

Der Landtagsabgeordnete Alexander Schoch hat gemeinsam mit Dr. Markus Rösler, Vorsitzender des Arbeitskreises Ländlicher Raum und Verbraucherschutz sowie naturschutzpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, die Gemeinde Yach besucht, welche Bestandteil des EU-Life-Projekts Rohardsberg war. Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Elzach Roland Tibi, dem projektverantwortlichen Mitarbeiter aus dem Regierungspräsidium Freiburg Dr. Bernd-Jürgen Seitz und dem Projektmanager Markus Mayer diskutierten die beiden grünen Abgeordneten auf dem Hof der Familie Disch über die Chancen sowie die Entwicklungsmöglichkeiten, die das Life-Projekt der Gemeinde und der Region gebracht hat.

Das Life Projekt Rohardsberg, mit einer Gesamtprojektsumme von rund 1,9 Millionen Euro, wurde in Yach im Jahr 2011 erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt waren 15 Partner ins LIFE-Projekt eingebunden, darunter mehrere Gemeinden, die Forstverwaltung, der Landschaftserhaltungs-verband Emmendingen und der Schwarzwaldverein. Zudem wirkten zahlreiche Land- und Forstwirte aus der Region mit. Ziele des Projekts waren unter anderem die Erhaltung gefährdeter Tier- und Pflanzenarten die Kommunikation, Organisation und Finanzierung des Schutzgebietsnetzes NATURA 2000, die nachhaltige Sicherung und die Förderung angepasster Landnutzungsformen.

Bei einer vor-Ort Besichtigung machten sich Rösler und Schoch ein Bild über die bewirtschafteten Gebiete sowie die Pflegegebiete des Landwirtes Bernhard Disch, der an dem Life-Projekt beteiligt war. Aufgrund struktureller Nachteile, wie ungünstige klimatische Bedingungen oder schwierige topografische Verhältnisse, sind Betriebe im Schwarzwald oft nicht wettbewerbsfähig. „Solche Wettbewerbsnachteile können nicht wettgemacht werden. Die Agrarpreise spiegeln wichtige Leistungen der Landwirte wie die Pflege der Kulturlandschaft und die Erhaltung der sozialen Strukturen des Ländlichen Raums nicht wider“, verdeutlichte Schoch. Die grün-rote Landesregierung setzt sich in Verhandlungen mit der Europäischen Union, der Bundesregierung und mit den anderen Bundesländern massiv dafür ein, derartige Strukturen wie im Schwarzwald noch stärker als bisher zu unterstützen. „Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU für den Zeitraum 2014 bis 2020 bringt aufgrund der problematischen Verhandlungsführung der Bundesregierung bei den Förderprogrammen (der sog. „2. Säule der EU-Agrarpolitik“ rund 15 Prozent weniger Geld für Deutschland als für den Zeitraum 2007 – 2013. Andere Staaten schneiden besser ab, die Mehrzahl hat Sonderkonditionen für die Landwirtschaft herausgehandelt. Unsere Aufgabe als Grüne mit unserem Agrarminister Alexander Bonde wird es sein, durch eigene finanzpolitische Schwerpunktsetzungen eine naturverträgliche Landbewirtschaftung im Schwarzwald wie auch im gesamten Land, abzusichern, so Rösler und Schoch.

Verwandte Artikel