Rede: Erneuerbare nicht die Preistreiber

Vergangen Mittwoch wurde im Landtag über einen Antrag der Fraktion GRÜNE zur Thematik prognostizierter Anstieg der Strompreise debattiert. Der Emmendinger Grünen-Abgeordnete und energiepolitische Sprecher Alexander Schoch warnte in seiner Rede vor Horrorszenarien, machte jedoch auch klar, wo er die Ursachen für die starken Preissteigerungen sehe.

 

Schoch warnte davor, die Energiewende als Sündenbock für Preisanstiege hinzustellen. Es sei klar, dass die Energiepreise mit den alten, fossilen Kraftwerkstechniken langfristig aufgrund knapper werdender Ressourcen auch nicht konstant geblieben, sondern im Gegenteil überproportional gestiegen wären, so Schoch in seiner Plenarrede. „Wir sehen doch seit Jahren beim Heizöl oder beim Benzin, dass auch dort die Preise steigen – und diese belasten das Budget jedes einzelnen Haushalts wesentlich stärker als die Stromkosten.“ Horrormeldungen, dass die Strompreise für private Haushalte künftig um 70 Prozent steigen, entbehrten jeder fachlichen Grundlage, so der energiepolitische Sprecher der Grünen.

 

Die Ursache für steigende Strompreise seien nicht bei den Erneuerbaren zu suchen, erklärt Schoch. Dass die Energiewende nicht kostenlos zu haben sei, war allen klar. Die Erneuerbaren werden aber mittel- und langfristig die günstigere Alternative sein, denn im Gegensatz zu fossilen Energieträgern ist man bei den Erneuerbaren weder von ausländischen Lieferanten noch von globalen Preisschwankungen abhängig. „Die Erneuerbaren sind die einzige Energiequelle, bei der wir die Preisentwicklung in der Zukunft selbst in der Hand haben.“

 

In seiner Rede ging der Emmendinger Abgeordnete auch darauf ein, dass der Aspekt des Energiesparens in der Debatte um steigende Energiepreise oftmals völlig untergehe. „Der günstigste Strom ist derjenige, der nicht verbraucht wird“, so Schoch. „Wir müssen den Stromverbrauch durch Effizienzsteigerungen in Privathaushalten und in der Industrie flächendeckend deutlich senken, anstatt für eine große Anzahl Großverbraucher Befreiungsregeln zu schaffen, welche die privaten Haushalte schultern müssen.“

 

 

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